Barbarisch

Nachdem ich in Stockholm mal enorm mit Bargeld angebrannt bin, entschied ich mich, in Kopenhagen alle Geschäfte nur noch mit Kreditkarte und Mobile-Phone abzuwickeln. To make a long story short, hat alles prima funktioniert, einmal machte ich aus Zeitrgünden eine Ausnahme. PUNKT

Langer Schwede, kurzer Finn, äh, Däne

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Alter Grümpel?

Hier die etwas längere Geschichte. Papiertickets für Transportmittel habe ich schon länger nicht mehr und auch mein Koffer reist inzwischen dank dem e-Tag inzwischen papierlos. Ich dachte erst, es sei eine Spielerei, das Ding funktioniert enorm einfach, gerade bei all den Self-Check-ins. Leider wird sich das nicht durchsetzen, weil zu wenige dabei mitmachen udn die Zukunft wohl bei RFIDs liegen wird. Was grottig ist, ist die App von Rimowa: Diese wurden wohl einfach aus der Motivation „Komm‘ wir machen eine App“ entstanden.

Zahlen konnte ich alles mit Kreditkarte, beim schummrigen Kiosk genauso wie beim Kirchturmbesuch. Was mir dabei aber auffällt: Beim Zahlen mit Paywave bleibt das Trinkgeld meist auf der Strecke. Man gibt weniger Trinkgeld, weil der Betrag schon dasteht und man ihn einfach noch abchecked. Einmal ging die Transaktion nicht, weil der Café-Container einen Stromausfall hatte. Nachdem wieder alles gebootet war, zahlte ich halt nach dem Kaffee und in die doppelte Buchung war am nächsten Tag Korrigiert, wie in der App am nächsten Tag sah. Eine Ausnahme machte ich, nämlich, als ich ein Zugticket nach Malmö buchte. Das war über die Rejseplanen-App schlicht zu verwirrlich (für mich, ein Däne versteht das vielleicht). Weil der Zug bald fuhr, löste ich das Billet am Automaten.

Wo es immer noch stockt

Die grössten Hürden sind immer noch die Anmeldungen bei verschiedenen Anbietern und dass man sich einfach nicht immer sicher ist, ob man beim richtigen Anbieter ist und man das richtig gelöst hat. Und das, obschon fast alle Angebote in Kopenhagen auf Englisch ausgeführt ist. Beipsielsweise, wenn man das Touri-Ticket für den ÖV bucht und das Ticket (und nicht etwa der Bestätigungscode) per SMS bekommt. Bei der ersten Kontrolle ist einem da etwas mulmig zumute.

Was zudem eine rechte Übung war, ist eine Prepaid-Karte zu lösen. Ich mache das inzwischen fast immer, weil man halt viele Daten braucht und 100GB für 15 Franken, da kann man sich die (zum Teil unsicheren) WLAN ersparen. Die Telecomanbieter bieten keine Prepaid an, man muss zum 7/11 oder zum Supermarkt. Die haben dann keine Ahnung und der Prozess ist sehr schwerfällig. Dafür hat man dann eine Mobile-Nummer, was hilfreich ist, weil man dem Mietvelo-Betreiber anrufen muss, weil das Mietvelo gemuggt wurde. Ich verstehe immer noch nicht, weshalb keine PrePaid-Angebote als e-SIM angeboten werden und dass die Telecom-Firmen die Touristen nicht gleich damit überfallen. Das ginge sogar im Self-Service übers Web und der ganze phyisische Teil würde entfallen. Vielleicht ergeht es der e-SIM gleich wie dem e-TAG. Gute Idee, wenig Akzeptanz.

Fazit

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Badekappenspur, keine Datenspur

Reisen ohne Bargeld und alles per Debit/CC und Mobiltelefon geht völlig unkompliziert. Mindestbeiträge wie in der Schweiz habe ich nie erlebt, es wüsste niemand wieso (und die Leute sind ganz froh, haben sie nicht viel Bargeld in der Kasse). Die Einfachheit bezahlt man aber mit einer Datenspur, die man zurücklässt und der Gefahr, dass wenn das Mobiltelefon abhanden kommt, dass man dann ziemlich im Regen steht. Wäre gespannt um einen Erfahrungsbericht von jemandem, dem das mal passiert ist. Ich mag Bargeld immer noch, in den nordischen Ländern käme ich mir damit aber inzwischen etwas barbarisch vor.

P.S:

Mit https://luggagehero.com habe ich nen recht coolen (für mich) neuen Service entdeckt. Wenn du am Abreisetag z.B. noch ins Museum gehen möchtest, dann fehlt dir ein Ort, an dem du dein Gepäch abstellen kannst. Die Schliessfächer im Bahnhof sind oft nur 24 Stunden buchbar (in Kopenhagen aber problemlos per Debit-/Kreditkarte). Luggagehero ist quasi ein AirBnB für dein Gepäck. Du platzierst deinen Koffer beim Velovermieter und zahlst pro Stunde.

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