Nexus 7 – First Steps

Seit heute habe ich so ein Gerät, das auch ein Telefon hätte werden können ein Tablet, ein Nexus 7. Unboxing-Video (das muss man ja auch mal gemacht haben, meines vielleicht etwas unkonventioneller als andere) bald drüben, bei Brack.ch.

Ist die Kiste erst mal auf, die knisternde (schlechter erster Eindruck) Folie mal weggedröselt befindet man sich auf der Suche nach dem Einschaltknopf. Man hat sich als iOS-User daran gewöhnt, dass da unten ein Knopf mit Recheck ist, den man in der Hoffnungslosigkeit zum Aus- oder Einstieg nutzen kann. Der „Knopf“ wird beim Android „soft“ auf dem Display angezeigt, genau wie das Zurück und der Knopf für den Aufruf des Task-Managers. Aber vergleichen wir doch mal:

Vom iOS umgewöhnen:

  • Der Knopf ist nicht mehr da (hatten wir) aber dafür kippt er mit, wenn man das Gerät dreht, das ist auf den zweiten Blick sehr praktisch
  • Das Arrangieren dier Apps auf den Homescreens geht beim Nexus 7 irgendwie einfacher als beim Apple-Gerät, hier muss das iOS mächtig aufholen
  • Die Widgets sind sehr cool. Ich kann meinen Home-Screen dazu brauchen, um eine erste Sicht auf meine Mailbox zu haben, News bereits mit Anriss zu lesen etc. ohne eine App zu öffnen.
  • App-Durcheinander im Store: Man merkt erst beim Umstieg auf Android, wie gut geordnet die Apps im iTunes-Store alle sind, wie einfach zu finden und wie qualitativ hochwertig. Es halt irgendwie schon so: Apple baut für Benutzer, Google für Ingenieure. Das kommt dann auch beim Bearbeiten der Settings zum Vorschein. Ich komme mir dabei irgendwie vor, als sei ich in einem Konfig-File (ja, klar bin ich auch, aber das interessiert nur den Ingenieur)
  • Die Gesichtserkennung zum Unlocken des Geräts ist der Hit, zwar nicht sehr sicher, aber einfach praktisch. Die Absicherung durch Augenzwinkern gegen statische Fotos hat bei mir nicht richtig funktioniert. In meinen Augen blinzelt entweder der Schalk, ich war schlicht zu schläfrig oder meine Brille schirmt zu fest ab.
  • Da kann man in die Header-Zeile tappen wie man will, die Seite springt nicht nach zuoberst. An das habe ich mich schon so gewöhnt, dass ich mich zeitweilen dabei ertappe, wie ich das mit dem Mauszeiger im Browserfenster probiere. Lästig, das auf Android nicht zu haben

Der Gerät (*):

  • Was auffällt: Ich mit meinen langen Griffeln habe überhaupt kein Problem das ganze Gerät in einer Hand zu halten. Was für ein Vorteil gegenüber dem Zweihänder iPad, zum Beispiel im Bus, oder eben, für in die Seitentasche der Hose.
  • Mir erst gar nicht aufgefallen, aber die ersten zwei Betrachter denen ich das Gerät zeigte, meinten gleich, der Rahmen (der nicht-Display-Anteil) sei viel zu dick ausgefallen. Das hat wohl was.
  • Der Speed ist enorm, das mag wohl daran liegen, dass einem unterdessen mit dem iPhone 4 schon das Gesicht einschläft.
  • Das Gewicht hängt im Sofa-Modus doch recht an, das hat mich etwas überrascht, war das doch der Grund, wieso ich bisher kein iPad kaufte, das Ding war mit zu gross und zu schwer. Aber auch mit dem Nexus 7 ermüdet man im Sofa-Einsatz
  • Ja, das Nexus 7 hat keinen Platz für eine SIM-Karte. Wieso auch, habe mein Telefon eh immer mit und macht über das einen WLAN-Hotspot, das reicht vollends. Bisher hat mir das nicht gefehlt.

Gefangen zwischen zwei Universen

Ich habe einen Google-Account für Mails und Kontakte (und sonst so Zeug), da ist es natürlich super-easy einfach mal alle Kontakte drauf zu haben, Mail einzurichten etc. auch das Geschäftsmail und Termine zu konfigurieren ging ganz flott. Aber eben, dann kommen wir zur Musik, die habe ich in der Apfel-Wolke, da ist dann nix mehr mit Freude, weil keine Synchronisation, nur Import. Ganz geschweige von Apps die ich bereits gekauft habe. Da steck ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Das wird mich wohl für die kommenden Jahre begleiten, dass ich zwischen der Google- und Apple-Welt gefangen bin. Ah, ja und darum lass ich die Windows-Welt bisher noch auf. Auf drei zählen ist schliesslich schwieriger als auf zwei.

Unter jeder Kanone (Schliiiiifts?)

Das Nexus 7 lädt nur, wenn es am USB eines Rechners hängt oder mit dem Original-Ladegerät. Das ist für mich unverständlich und ein absoluter „no-go“. Ganz ehrlich, ich dachte, wir seien über diese Zeit hinaus. Googlers, werdet erwachsen, this is grown-up stuff here.

Fazit:

Das Nexus 7 kommt als hochwertiges Gerät daher. Vom iOS kommend muss man sich ordentlich umgewöhnen, ich finde das gelingt schnell und da sind wir bei den Vorzügen des Geräts. Schnell mitnehmen, schnell hervorholen, schnell entsperren, schnell surfen. Ich bin gespannt, ob sich mein Bild bei intensiverem Einsatz ändern wird, oder ob das Gerät bald in der Ecke liegt. Aber bei dem Preis ist das im Gegensatz zum iPad zu verkraften. Android hat mich noch nicht so fest überzeugt, dass ich beim Smartphone auch umsteigen werde, aber es erstaunt schon erstaunlich, wie rasch Apple seinen Vorsprung verspielt hat.
Quasi ein ausgeleertes Fass Tinte im Reinheft, ist der Lock-in auf eigene Hardware für das Laden des Geräts. Das geht gar nicht, schon gar nicht, wenn es dann Stunden zum Laden braucht.

(*)  Der Gerät: Nein kein Fehler im Artikel, also doch, schon, aber eben, guckst du

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2 Kommentare zu “Nexus 7 – First Steps

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