Turning Yellow

Handykauf hat schon mehr Spass gemacht.

_DSF4971Damals, als man sich freute, dass das Handy kleiner, eleganter und aufregender wurde. Ja das waren noch Zeiten. Vom runden iPhone 3, das einem immer aus der Hand flutschte, zum iPhone 4: Kantig, scharf und gut. Vom iPhone 4 zum 5: Elegant, handlich und schnell. Für mich immer noch die schönste Handy-Form bisher. Kein Wunder, bin ich damals vom iPhone 6 zurück aufs iPhone SE gewechselt. Das Sechser war kein Sechser im Lotto: Zu gross, zu rund, es flutschte mir immer wieder aus den Händen. Und jetzt, jetzt ist mir das SE runtergefallen. Nicht zum ersten, aber zum letzten Mal. Der Digitizer ging ex. Keine Chance mehr, auf das Handy zuzugreifen. Nix. Nada. Verdauungsendprodukt!
Gut hatte ich kürzlich ein Backup gemacht. Das liess mich etwas aufatmen.

Verdammt, sind wir vom Handy abhängig

Ich bin gerade in Reisevorbereitungen. Wunderlist, OneNote, Loyalty-Programme, Reservationen. Das alles mache ich fast nur noch mit dem Mobile. Der Desktop wird zum Second Screen. Kein Uber, kein Smide ohne Mobiltelefon. Ich werde wohl meine alten Reise-Tagebücher hervorkramen und nachschlagen wie ich das damals viel einfacher gemacht hatte. Das gibt mir wirklich zu denken. Dazu kommt: Das Nachfolgehandy kommt wohl erst am Mittwoch. Es passiert mir auch schon mal, dass ich das Handy zuhause vergesse. Wenn ich das erst an der Tramhaltestelle merke, kehre ich nicht mehr nach Hause zurück und verbringe den Tag frei von Mobiltelefon. Eine halbe Woche schaffe ich aber nicht. Zu viele (auch private) Termine werden über WhatsApp, Threema, oder klassisch per SMS / Telefon organisiert. Dazu kommt die Notfallorganisation, für die das Handy zwar nicht unabkömmlich ist(sonst wäre es keine vernünftige Notfallorganisation), aber dennoch wichtig.

Die neuen Smartphones – Alles Banane!

Ein neues Smartphone wäre kommendes Jahr sowieso nötig geworden, das geliebte iPHone SE war doch schon ordentlich ramponiert. Leider hat mich keines der neuen Handys überzeugt. Sie sind mir einfach zu gross um praktisch zu sein und bessere Energieeffizienz wird immer gleich mit Schnickschnack zunichte gemacht. Ich nehme an, die grösseren Bildschirme tun ihres dazu bei. Dafür werden sie dünner und anfälliger. Dass man auf kabelgebundene Kopfhörer verzichten will, verstehe ich. Kabel sind wohl die Tonbänder der Kopfhörer. Für mich, als audiophilen, ist das ein weiterer schwerer Rückschlag. Da ich viel Musik höre, möchte ich nicht immer einen Mikrowellensender an meinem Kopf tragen und ich brauche die Kopfhörer auch  mit anderen Geräten. Mir wäre eine gute Audioqualität aus der Buchse auch wichtiger, als gute Lautsprecher in Stereo, insbesondere weil Stereo bei einem solchen Gerät unnütz ist. OK, ein guter Grund die Geräte immer grösser zu machen …

Pest oder Cholera, Lock-in gibt es oben drauf

_DSF4920Und was jetzt? Android oder iPhone? Um die sagenhafte Tausend Stutz kosten sie inzwischen alle. Apple hat mich in letzter Zeit ordentlich verärgert. Sie entwickeln ihre Geräte nicht in die Richtung, die ich mir wünsche. Ich habe wohl einen Nischenanspruch. Wobei, die Hersteller sind inzwischen so dominant, mit so viel Lock-in, dass ich mir darüber gar nicht mehr so sicher bin. Android gefällt mir, weil es einfach mehr Dynamik der Gerätehersteller gibt. Die wird einfach wieder dadurch zunichte gemacht, dass jeder Gerätehersteller vom native-OS abweicht. Auf die Dauer wird das immer ein Ärgernis. Samsung baut grossartige Geräte. Ausgerechnet das Galaxy S9 ist ein Akku-Schwächling. Fällt also aus dem Rennen. Huawei macht tolle Geräte, man weiss einfach nicht so genau, wie viele Daten denn da noch so gesammelt werden. Nokia macht einen schönen Eindruck mit seinem Native-OS, wie auch – selbstverständlich – das Google Pixel 3. Wenn ich Letzteres kaufen würde, verkaufte ich wohl auch gleich meine Daten-Grossmutter. Und sie sind alle auch gross und haben zur Hälfte schon keine Kopfhörer-Buchse mehr. Dafür, ein grosses Plus, eine Memory-Erweiterung. Alle Fotos und Musik darauf, das ist schon ein seehr, seehr bestechendes Konzept.

Die Banane ist ein Apfel

Aber Apple will das nicht, klar, mit internem Memory kann man mehr Rendite machen, wie auch mit Dongels und so Zeugs. Einen Teil meiner Bilder habe ich verloren, weil nur auf dem iPhone gespeichert.
Was gab letztlich den Ausschlag? Es war all die gekaufte Musik auf meinem Musikserver, die ich über iTunes auf allen Geräten sharen kann, einer der wichtigsten Punkte weshalb ich in den sauren Apfel biss. Der andere Punkt war eben, der wohl sinnlose, Versuch, Google nicht alles über mich preiszugeben. Ein Dritter, kurz vor meinen Ferien nicht alles neu installieren und aufbauen zu wollen, insbesondere das Musik-Management.
So wird mein neuestes Telefon das erste, auf das ich mich nicht freuen werde. Es hat vieles, was ich nicht brauche, vieles nicht, was ich liebe und es hat einen hohen Preis. Es ist unnötig riesengross und schwer zu verstauen. Es ist eine Banane im Vergleich zu einem Apfel, den ich wollte. Ich habe mein Telefon darum in Bananen-Gelb bestellt.

 

PS: Und bis meine Banane kommt, kann ich auf ein ausgedientes Gerät eines Freundes zurückgreifen. Er hat sie wie eine Bekannte und ein mir völlig unbekannter auf einen Aufruf auf Twitter gemeldet. Sie alle wollten mir aus der Patsche helfen. Ist das nicht grossartig? Twitter funktioniert also immer noch, auch wenn es sich auch langsam zur Banane entwickelt. 

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